Herbstgeneralversammlung der Schützen

Mit wenigen Minuten Zeitverzug konnte der Oberst und 1. Vorsitzenden des Schützenvereins St. Margarethen Wadersloh in der Aula der Sekundarschule die diesjährige Herbstgeneralversammlung des Vereins eröffnen. Für die nur kleine Verspätung hatte eine kurze Einweisung der Teilnehmenden in die Regularien des Coronaschutzes gesorgt. Der Schutz unserer Mitglieder steht für uns eindeutig und alternativlos im Vordergrund macht Oberst und 1. Vorsitzender der Margarethenschützen Rudi Vienenkötter auf Anfrage noch einmal klar.

Der Oberst konnte insgesamt 98 Mitglieder in den Räumlichkeiten begrüßen, die den sogenannten 3 G-Regeln gefolgt waren, um an der Zusammenkunft teilzunehmen. Die zur Verfügung gestellten Räume stellten sich für den Zweck des Vereins an diesem Abend als sehr geeignet heraus.

Sein erster Gruß galt dem amtierenden König Reinhard Ottensmann. Als Ehrengast wurde Pfarrer Martin Klüsener herzlich willkommen geheißen.

Zunächst galt das Augenmerk der Versammlung der Ehrung der Verstorbenen, welche seit der vergangenen Herbst-Versammlung verstorben waren.

Nach den gängigen Regularien wie Protokoll, Kassenberichten und der Aufnahme neuer Mitglieder, vorgetragen durch den Geschäftsführer Ulli Fleiter bzw. den Schatzmeister Albert Scherf wurden den Anwesenden einige vorgesehen Satzungsänderungen, im Wesentlichen, um sich der anhaltenden Pandemie und ihren Folgen zu wappnen, vorgestellt. Nach eingehender Erläuterung durch den Vereinschef erhielten diese eine breite Zustimmung.

Als neuer Schießwart konnte Christian Vienenkötter der Generalversammlung vorgestellt werden. Er folgt damit auf Egbert Westbomke, welcher diesen Posten über 13 Jahre bei den Sportschützen ausgefüllt hatte. Er wurde nach ausführlichen Dankesworten unter großem Beifall von den Schützenbrüdern aus dem Amt verabschiedet.

In einem kleinen Wahlmarathon, geleitet vom Major und 2. Vorsitzenden Michael Bernzen, wurden die Beisitzer Matthias Gregor für die I. Kompanie, Günter Funke für die II. Kompanie sowie Christian Schmeckmann für die III. Kompanie bestätigt.

Auch die Wahlperiode des Beisitzers der Jungschützenkompanie, Johannes Henkelmann war ausgelaufen, da dieser sein 30. Lebensjahr vollendet hat. Hier sieht die Satzung des Vereins ein automatisches Ausscheiden vor. Auf Vorschlag des Kompanieführers der Jungschützenkompanie wurde hier als zukünftiger und neuer Beisitzer Marvin Niehüser bestimmt.

Als neuer sogenannter ‚Platzmajor‘, verantwortlich für den gesamten Aufbau auf dem Schützenplatz, wurde auf Vorschlag des Vorstandes Georg Austermann gewählt.

Im Punkt Verschiedenes wurden zahlreiche Terminankündigung bereits für das kommende Jahr unter Vorbehalt der Entwicklungen der Coronapandemie gemacht.

Aufgrund der in dieser Zeit doch stark minimierten Tagesordnung nutzen die Schützen die verbleibende Zeit um noch ein wenig in den Räumen der Sekundarschule an der Winkelstrasse in Wadersloh zu verweilen.

Oberst Rudi Vienenkötter; Majestät Reinhard Ottensmann; Matthias Gregor; Günter Funke; Christian Schmeckmann; Georg Austermann; Marvin Niehüser; Major Michael Bernzen



50 Jahre als Offizier im Verein tätig

"Natürlich gehört die Ehrung von Offizieren, die so lange im Verein gewirkt haben, auf die Bühne eines Schützenfestes“ machte der Oberst und 1. Vorsitzender der Margarethenschützen Rudi Vienenkötter vor allen Anwesenden klar. Doch diese Möglichkeit gibt uns die Pandemie momentan leider noch nicht.

Darum haben er und Major Michael Bernzen die Gelegenheit eines kleinen Hofstaatfestes mit einem 25-jährigen Thronjubiläum spontan genutzt, um zwei anwesende Offizierskollegen in diesem Rahmen zu ehren.

Antonius Pagenkemper war lange Jahre Hauptmann und Adjutant bei dem verstorbenen Oberst Rudi Sabellek. Nach dessen Amtsverzicht hatte Pagenkemper weiter aktiv in seiner Stammkompanie, der III. Kompanie mitgewirkt und sich hier integriert. Darüber hinaus ist dieser seit Jahrzehnten Mitglied der Schiessgruppe der Margarethenschützen und ein „Mit-Auslöser“ zahlreicher Erfolge der Schiessgruppe im Kleinkaliber- wie auch im Luftgewehrschiessen. Aufgrund seiner herausragenden Kenntnisse im Ablauf eines Schützenfestes hatte Major Michael Bernzen ihn gebeten auch im Ruhestand Sonderaufgaben zu übernehmen. Gemeint ist hier die Unterstützung bei den offiziellen Filmaufnahmen des Vereins.

Bei dem zweiten Jubilar handelt es sich um Albert- Josef Fleiter. Er war unter anderem bereits ein Gründungsmitglied der Jungschützenkompanie im Jahr 1965. Fleiter war 1996 König des Vereins, 1997 und 2002 Sieger des alljährlich ausgetragenen Königspokals. In seiner Tätigkeit als Offizier war er lange Jahre ebenfalls Hauptmann und Kompanieführer der II. Kompanie und wurde aufgrund dessen bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst zum Ehrenmajor ernannt. Darüber hinaus dankte der Major ihm für seine Tätigkeit im Schützenkreis Beckum, im Westfälischen Schützenbund, für die Planung von Kreisdelegiertentagen, uvm..

Nach einer kurzen Laudatio durch den Major dankte der Oberst den beiden ausdrücklich für die geleistete Arbeit im Offizierscorps des Schützenvereins St. Margarethen e. V. Wadersloh in über 50 Jahren und überreichte den beiden Jubilaren die seltenen Urkunden im Verein.

 (v. l.) Oberst Rudi Vienenkötter; Albert- Josef Fleiter; Antonius Pagenkemper; Major Michael Bernzen


Sponsoren fördern neue Vereinsfahne

Bei einem Sponsorentermin mit Bürgermeister Christian Thegelkamp und Martin Neitemeier als Vertreter der Bürgerstiftung Wadersloh sowie dem langjährigen Vereinsmitglied Dieter Paßgang hat der Schützenverein St. Margarethen Wadersloh seine neue Vereinsfahne erstmals öffentlich präsentiert. Dabei gab es bei einer gemeinsamen Pressemitteilung der Bürgerstiftung und des Schützenvereins zufolge viel Lob und Anerkennung für das von Fahnen Kössinger im bayerischen Schierling aus dunkelgrünem Brillantsamt mit vorwiegend goldgelben Schriftzügen und Bildmotiven gefertigte Banner.

Zuvor hatten sich nach Angaben von Oberst Rudi Vienenkötter auch die Vorstandsmitglieder bei einem internen Treffen positiv über die inzwischen vierte Fahne der 1863 gegründeten Margarethen-Schützen geäußert. Vienenkötter und Major Michael Bernzen dankten der Bürgerstiftung und Dieter Paßgang, dem heutigen Geschäftsführer des Rewe-Marktes in Soest und früheren Buschkühle-Marktleiter in Wadersloh, für die finanzielle Unterstützung beim Kauf der gut 6000 Euro teuren Fahne.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Rücklagen dank Ihrer Hilfen nicht zu stark in Anspruch nehmen mussten und ein echtes Schmuckstück für unseren Verein anschaffen konnten“, sagte der Oberst. Bürgermeister Christian Thegelkamp als Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Wadersloh sowie Dieter Paßgang betonten, man habe das Projekt auch als Zeichen der Heimatverbundenheit und der Bedeutung des Schützenvereins für das Dorfleben sehr gern unterstützt.

Auf der Vorderseite zeigt die neue, mit einer Borte umrandete Vereinsfahne den goldigen Schriftzug Schützenverein St. Margarethen Wadersloh, das goldgelb-rote Wappen der Gemeinde sowie farbige Eichenlaubverzierungen. Auf der Rückseite sticht die von den Worten „Gefestigt durch die Tradition“ und „Gemeinsam in die Zukunft“ umrahmte Heilige Margareta im Strahlenkranz ins Auge. Eichenlaubverzierungen und in einer Ecke ein Kreuz runden das ansprechende Gesamtbild ab.

Die neue Fahne wurde auf Initiative der Fahnenkompanie angeschafft. Sie soll dem stellvertretenden Kompaniechef Mark Wollenhöfer zufolge die bisher beim Schützenfest und besonderen Anlässen präsentierte Fahne von 1900 ablösen, um das in die Jahre gekommene historische Stück zu schonen. Die zweite Fahne, die stets bei Umzügen dabei ist, hatte im Jahr 1980 die allererste Vereinsfahne von 1868 ersetzt.

Wann und in welchem Zusammenhang die neue Vereinsfahne geweiht wird, steht nach Angaben von Rudi Vienenkötter noch nicht fest. „Wir müssen abwarten, wie sich die Coronalage entwickelt. Wir streben auf jeden Fall einen sehr würdigen Rahmen an.“ Schließlich sei eine neue Fahne für einen Verein nichts Alltägliches und die Fahnenweihe erst recht etwas Besonderes. Vienenkötter: „Das zeigt ja auch das Engagement unserer Sponsoren.“

Die Vorderseite der neuen samtgrünen Fahne des Schützenvereins St. Margarethen mit dem Vereinsnamen und dem Gemeindewappen präsentieren (v.l.) der stellvertretende Fahnenkompaniechef Mark Wollenhöfer, Oberst Rudi Vienenkötter und Bürgermeister Christian Thegelkamp als Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Wadersloh, die die Anschaffung der Fahne finanziell gefördert hat.“ (Bild: Bürgerstiftung Wadersloh)

Auf der Rückseite der in Bayern gefertigten Fahne sticht besonders die Margareta im Strahlenkranz ins Auge: (v.l.) Sponsor Dieter Paßgang, Major Michael Bernzen und der stellvertretende Fahnenkompaniechef Mark Wollenhöfer.“ (Bild: Bürgerstiftung Wadersloh)

Bei einem Sponsorentermin hat der Schützenverein St. Margarethen erstmals seine neue Vereinsfahne öffentlich präsentiert: (v.l.) der stellvertretende Fahnenkompaniechef Mark Wollenhöfer, Sponsor Dieter Paßgang, Major Michael Bernzen, Oberst Rudi Vienenkötter und Bürgermeister Christian Thegelkamp als Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Wadersloh, die die Anschaffung der Fahne ebenfalls finanziell gefördert hat.“ (Bild: Bürgerstiftung Wadersloh)


Beförderungen in Coronazeiten in Wadersloh

"Unser Schützenfest abzusagen, ist uns mehr als schwer gefallen“ brachte Oberst und 1. Vorsitzender der Margarethenschützen Rudi Vienenkötter in diesen Tagen noch einmal auf den Punkt.

Trotz des jährlichen Schützenfestes als einem Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde Wadersloh steht die Verantwortlichen des Schützenvereins Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund hatte der Verein kürzlich klargemacht.

Am vergangenen Mittwoch, 30.06.2021 hatten sich Oberst Vienenkötter und Major Michael Bernzen als Verantwortliche für das Offizierskorps auf den Weg zur III. Kompanie gemacht. Der Major informierte vor Ort die Verantwortlichen der Kompanie nach einer kurzen Begrüßung durch Kompaniechef Michael Laumann über das Vereinswesen mit all seinen Schwierigkeiten im Kontext der zurückliegenden Monate der Pandemie und trat mit den Anwesenden in einen konstruktiven Dialog ein.

Unter normalen Umständen befördert der Verein ausschließlich auf der jährlich im Mai stattfindenden Offiziersversammlung. Aber auch hier hatte die Pandemie in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Natürlich hat sich aufgrund dieser Umstände ein wahrer Stau an Ehrungen angesammelt, die nicht durchgeführt werden konnten.

Allerdings war unter den Anwesenden ein Mitglied der Kompanie, welches bereits im vergangen Jahr durch die Kompanie gewählt worden war, im Herbst 2020 von der Generalversammlung des Vereins bestätigt worden war, aber bisher aus bekannten Gründen nicht befördert werden konnte. Hier war es Oberst und Major ein besonderes Anliegen mit einer außer der Reihe stattfindenden Beförderung Abhilfe zu schaffen. Die Rede ist vom Schützenbruder Jens Lübbers, welcher dann auf Vorschlag des Majors aus den Händen des Obersten sein Offizierspatent zu einer sehr besonderen und ungewöhnlichen Zeit für das Vereinsleben erhielt.

(v. l.) Kompanieführer Michael Laumann; Oberst Rudi Vienenkötter; Fähnrich Jens Lübbers; Major Michael Bernzen

 

Im gleichen Zug wurde von der Vereinsspitze die Kanonierabteilung des Vereins aufgesucht. Gegenwärtig nutzte man den Rahmen einer stattgefundenen Radtour der Einheit am 04.07.2021, denn auch hier waren zwei Schützenbrüder mit einem ähnlichen Werdegang zu verzeichnen. Vor gleichem Hintergrund beförderte Oberst Vienenkötter an dieser Stelle die Schützenbrüder Christoph Kleinediekmann und Andreas Mense jeweils zum Fähnrich und überreichte ihnen ihr Offizierspatent als Einstieg in das Offizierscorps des Schützenvereins St. Margarethen Wadersloh e. V..

Ziel ist es - so Major Michael Bernzen - gegenüber der „Glocke“ den drei Schützenbrüdern den unter gewohnten Umständen lange fälligen Einstieg in das Offizierscorps auf diese Weise zu ermöglichen. Oberst und 1. Vorsitzender der Margarethenschützen Rudi Vienenkötter war sich mit allen Anwesenden über die zu hoffende Einmaligkeit dieser notwendigen Abweichung von den Gewohnheiten des Vereinslebens einig.

(v. l.) Major Michael Bernzen; Fähnrich Christoph Kleinediekmann; Fähnrich Andreas Mense; Kompanieführer Reinhold Borgmeier; Oberst Rudi Vienenkötter


„Rinderwurstaktion“ gut angenommen

Natürlich ist für die Schützen aus Wadersloh auch das diesjährige Schützenfest 2021 ausgefallen. Diese Tatsache wurde - in Abstimmung mit allen in Wadersloh ansässigen Schützenvereinen -  seit langem kommuniziert. Ein besonderes Anliegen war es dem 1. Vorsitzenden und Oberst des Vereins Rudi Vienenkötter, jedoch seine Mitglieder am eigentlichen Wochenende des Wadersloher Schützenfestes nicht ganz und gar „im Regen stehen“ zu lassen.

Aus diesem Anstoß war vor einigen Wochen, vor dem Hintergrund der momentanen Umstände, im Vorstand digital beschlossen jedem Vereinsmitglied eine Rinderwurstmarke und drei Biermarken zukommen zu lassen. Die Biermarken können weiterhin bei den ortsansässigen Gastwirten vom 12.06. bis zum 30.09.2021.

Am vergangenen Wochenende war es nun soweit. Die Verantwortlichen hatten sich am Rathausplatz aufgestellt, um jedem Schützenbruder, der sich blicken ließ, eine Rinderwurst zur Mitnahme zu kredenzen.

Auch hier stand die Sicherheit unmissverständlich am erster Stelle. So wurde ausschließlich mit Masken, Handschuhen und ausreichendem Abstand im Wechsel ‚serviert.‘ Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag stand ein ausreichendes Zeitfenster zur Verfügung, um in den Genuss einer solchen Rinderwurst zu kommen.

Der Abholer wurde bereits am Eingang des Geländes am Rathaus eingewiesen und konnte dann im ‚Drive-in‘- Verfahren ohne sein Fahrzeug zu verlassen eine der beiden Ausgabepunkte anfahren. Hier wurde die Rinderwurst übergeben zusammen mit einer Flasche Bier, auch Senf hat nicht gefehlt.

Zum Abschluss der Aktion am Sonntagmittag waren auf diesem Wege 875 Rinderwürste und eine identische Anzahl an Bierflaschen an den Mann gebracht worden. Egbert Lipke, einer der Verantwortlichen vom Schützenverein Wadersloh, lobte zu diesem Zeitpunkt gegenüber der „Glocke“ die Disziplin der Abholer. So sei es zu keinen nennenswerten Schwierigkeiten, wie Staus oder Menschenansammlungen auf dem Rathausparkplatz oder ähnlichem gekommen.

Rudi Vienenkötter bedankte sich zum Ende der Initiative bei allen anwesenden Unterstützern und zeigte sich von der Resonanz auf die Idee aus diesem Jahr mehr als beeindruckt. Es sei ein schöner Anlass gewesen mit den Schützenbrüdern, wenn auch auf Distanz und zeitlich sehr limitiert, ein weinig in Kontakt treten zu können. Man habe gespürt wie wichtig dies für die Menschen nach einer solchen langanhaltenden und schwierigen Zeit gewesen sei..

An den beiden Ausgabestationen herrschte nahezu durchgängig Publikumsverkehr.

Zur Rinderwurst durfte auch die obligatorische Flasche Bier nicht fehlen.

Zwei eigen Abholstationen waren auf dem Rathausplatz installiert worden, um den Vereinsmitgliedern zu begegnen.


Besuch am Altenheim St. Josef

Nachdem man sich auf Corona am Vorabend hatte testen lassen, besuchten geschäftsführender Vorstand, Königspaar und Hofstaat gemeinschaftlich mit dem Fanfarencorps Wadersloh das Altenheim St. Josef. Hier wurden alle von der Heim- und Betriebsleitung Astrid Thiele-Jerome an der Diestedder Straße 4 herzlich in Empfang genommen. Nach einer kurzen Flaggenhissung mit musikalischer Untermalung durch die „Roten“ ging es in den Garten des Hauses zum gemütlichen Teil.

In einer kurzen Ansprache machte Oberst Vienenkötter deutlich, dass es ihm und seinen Vorstandskollegen eine Herzensangelegenheit sei, die Bewohner des Hauses in dieser Zeit der Pandemie zu besuchen. Seinen Dank für die musikalische Begleitung und die freundliche Einladung brachte er gegenüber Christian Neumann und Frau Thiele- Jerome zum Ausdruck.

Symbolisch wurden auch an diesem Tag eines ausgefallenen Schützenfestes 2021 die Flaggen vor dem Seniorenheim gehisst.

Gemeinsam wurde zum Seniorenheim marschiert.

Königspaar, umrahmt vom Schützenvorstand, Bürgermeister, Einrichtungsleitung und Hofstaat.


Gefallenenehrung im Park

Natürlich war es auch in diesem Jahr nur möglich unter bestimmten hygienischen Bedingungen, ausschließlich mit einer kleinen Abordnung zur sonst üblichen Gefallenenehrung im Park zu versammeln. Trotzdem hielt der Vorstand des Wadersloher Schützenvereins an dieser wichtigen Tradition fest.

Immerhin war es im Gegensatz zum Vorjahr schon einmal möglich sämtliche Vorstandskollegen hier hin einzuladen, betonte Oberst Rudi Vienenkötter in seiner kurzen Einleitung.

Wir wollen auch in dieser schwierigen Zeit der Pandemie das Erinnern und Gedenken nicht vergessen – machte der 1. Vorsitzende deutlich.

Mit folgenden Worten sprach er in diesem Jahr am Ehrenmal im Park:

 

Liebe Königin Ingrid, lieber König Reinhard,

liebe Vorstandskollegen und verehrte Zuschauer via Internet !

ich heiße Sie und Euch alle hier herzlich willkommen zu unser diesjährigen Kranzniederlegung. Zum wiederholten Mal kommen wir hier unter bisher nie da gewesenen Bedingungen in unserer Vereinsgeschichte zusammen.

Verschweigen möchte ich allerdings nicht, dass wir noch im vergangen Jahr mit ausschließlich 6 Personen hier zugegen sein konnten und wir dagegen heute schon mit einer stattlichen Zahl an Vorstandskollegen auftreten.

In guter alter Tradition würden wir in Wadersloh am zweiten Wochenende im Juni unser Schützenfest feiern. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges, haben wir das ohne Unterbrechung und mit viel Freude getan. Dass sich dies einmal ändern könnte, hat sich lange Zeit niemand von uns vorstellen können.

Wir kommen gerade aus einer Schützenmesse, anders als wir sie kennen. In kleiner Runde haben wir der ?? Verstorbenen des laufenden Geschäftsjahres gedacht, die uns für immer verlassen haben. Dies ist einer der drei Punkte unseres Traditionsfestes, die wir ähnlich wie im vergangenen Jahr unbedingt und ungeachtet der Pandemie aufrechterhalten wollten.

Ein zweites Element unseres Brauchtums war ein gestriger Besuch in Begleitung unseres Königspaares und Hofstaates am Seniorenheim St. Josef bei Menschen, die durch ein kleines Virus in dieser Zeit besonders viel verloren haben, was sie in ihrer Lebenssituation so dringend gebraucht hätten.

Zum dritten stehen wir gemeinsam als Vorstand hier für die heutige Gefallenenehrung, eine Kranzniederlegung im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt; mit einer eindeutigen Mahnung an alle.

Mit einer Portion Wehmut und Traurigkeit denken wir in dieser Minute an das, was uns bei einem Schützenfest 2021 erwartet hätte . . . Bedauerlicherweise lässt es sich auch in diesem Jahr nicht machen. Der Grund ist uns allen hinlänglich bekannt.

Unser Gemeindeleben stand im vergangen Jahr nahezu still. Das gilt nicht nur für die 6 Schützenvereine der Gemeinde. Wadersloh verfügt über in etwa 60 Vereine und Gruppierungen. Unser gewohntes Miteinander wurde durch die Covid-Krise und die notwendigen Beschränkungen empfindlich gestört.

In diesem Jahr wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. In Wirklichkeit wurde sie aber nur 21, „wegen Vorbereitung zum Hochverrat und wegen Feindbegünstigung zum Tode verurteilt.“

Seit über 75 Jahren herrscht in Europa so etwas wie Frieden. In Deutschland haben wir – nach einer mehr als schrecklichen Zeit - seit 1949 wieder eine Demokratie. Der Mauerfall 1989 beendete den ‚Kalten Krieg‘ und vereinte ein geteiltes Deutschland.

Jetzt, heute stehen wir einer Generation gegenüber, die erst Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg geboren ist, einer Generation, die die deutsche Trennung nicht mehr persönlich erlebt hat, eine Generation, die in einem niemals zuvor so von Perspektiven, Wohlstand und demokratischen Verhältnissen gezeichneten Deutschlands aufgewachsen ist und dies für selbstverständlich hält – nicht etwa für ein besonderes Privileg.

Dazu kommt, dass die Generation meiner Großeltern, welche ein ganz anders Deutschland erleben musste, langsam aber stetig die Bühne des Lebens verlässt. Diese Zeitzeugen mit ihren Geschichten und Emotionen werden zu einer Notiz im Geschichtsbuch im Wandschrank.

Allein aus diesen beiden Gründen stehen wir in diesem Augenblick gemeinsam hier und reden an diesem Ort über das Erinnern und über das Nicht-Vergessen.

Der junge Widerstandskämpfer Hans Scholl – Mitglied der „Weißen Rose“ schied am 22. Februar 1943 um 17.02 Uhr durch das Fallbeil nach einem Urteil des berüchtigten Richters Roland Freisler mit den Worten „Es lebe die Freiheit“ aus dem Leben.

Am selben Abend feierten etwa drei¬ bis viertausend Studenten ihren Haustechniker Jakob Schmid als Helden. Er hatte die Geschwister Scholl beim Verteilen der Flugblätter in der Universität beobachtet und für ihre Verhaftung gesorgt.

Es gibt auch heute genug Menschen, die applaudieren an den falschen Stellen . . .

Ein kleiner Blick über den sogenannten ‚Tellerrand‘ macht schnell deutlich, dass dieser vermeintlich selbstverständliche Zustand ein Privileg ist.

In Afghanistan wird versucht, mit den einst herrschenden islamistisch-militanten Taliban Frieden zu schließen, in der Sahelzone nutzen Dschihadisten ethnische Spannungen aus, um sich auszubreiten. In Belarus demonstrieren derzeit die Menschen für ihr Wahlrecht und gegen den amtierenden Diktator mit der Konsequenz, dafür eingesperrt zu werden.

Die Corona-Pandemie hat sicherlich viele Krisenherde der Erde überlagert, aber nicht gelöst. Sie zeigt uns jedoch über die kriegerischen Spannungen in der Welt hinaus, wie wichtig ein soziales und friedliches Mit- und Füreinander für uns Menschen hier vor Ort ist.

Das Virus führt uns unmissverständlich vor Augen wie zerbrechlich ein menschliches Leben ist. Die Krise kann möglicherweise unserer Tradition sowie unseren Werten „Glaube, Sitte, Heimat“ ein neues Bewusstsein verleihen.

Wir stehen heute - wenn auch nur bedingt repräsentativ - für einen Verein von mehr als 1.400 Schützen. Es ist unsere Aufgabe in dieser Stunde die Erinnerungsarbeit zu tun, weit über ein ausgefallenes Schützenfest hinaus!

 

Ich danke Ihnen und Euch für die Aufmerksamkeit.

 

Zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder, aller Opfer von Krieg und Gewalt, damals wie heute, wurde im Anschluss unter musikalischer Untermalung ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt.


Schützenmesse am 13.06.2021

In diesem Jahr findet eine digitale Schützenmesse bereits am Sonntag den 13.06.2021 um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Margareta statt.

 

Ermöglicht wird die Übertragung durch  "Mein Wadersloh", wofür wir ein großes Dankeschön aussprechen möchten.


Trotz wiederholt schwieriger Bedingungen wurden alle Fahnen der auswärtigen Vereine zum eigentlichen Schützenfesttermin gehisst

Auf dem Festplatz wurden die Fahnen sämtlicher Gastvereine gehisst.

Foto: Oberst Vienenkötter und Königspaar wohnten mit Vorfreude auf ein Schützenfest 2022 der Aktion bei.


Und noch ein Jahr ohne Schützenfest in Wadersloh

Für die Schützen aus Wadersloh heißt es in diesem Jahr zum zweiten Mal "Ein Jahr ohne Schützenfest". Das hatte man noch im vergangenen Jahr einstimmig für einmalig gehalten - doch es kam anders. Der Schutz unserer Mitglieder und der möglichen Besucher steht für uns eindeutig und alternativlos im Vordergrund macht Oberst und 1. Vorsitzender Rudi Vienenkötter auf Anfrage unmissverständlich klar.

 

Analog zum vergangenen Jahr möchte der Vorstand des Schützenvereins St. Margarethen Wadersloh e.V. im Rahmen der Möglichkeiten seinen Mitgliedern die anstehenden Tage des Schützenfestes jedoch ein wenig "versüßen". Ziel ist es - so der Major Michael Bernzen - gegenüber der "Glocke" jedem Vereinsmitglied auf Wunsch eine kleine Option zukommen zu lassen, anstelle der vielen gemeinsamen Stunden auf einem Schützenfest 2021, das leider zum wiederholten Male der momentanen Pandemie zum Opfer gefallen ist. Wir wollen gerade in dieser schwierigen Zeit möglichst niemanden vergessen.

 

So hat der Vorstand des Vereins in einer - erstmalig in der Vereinsgeschichte durchgeführten - digitalen Vorstandssitzung die Idee entwickelt jedem Mitglied in Anlehnung zu dem gemeinsamen Rinderwurstfrühstück am Schützenfestmontagmorgen eine Rinderwurst zukommen zu lassen. Nicht fehlen wird auch hier die obligatorische Flasche Bier, gestiftet durch den Verein. So hat jeder von uns die Möglichkeit - wenn auch nicht im Schützenzelt und in üblicher Gemeinschaft - ein kleines Rinderwurstfrühstück 2021 zu erleben.

 

Die Gelegenheit sich dieses kleine Rinderwurstfrühstückes habhaft zu machen besteht für jedes Vereinsmitglied am  sog. Schützenfestwochenende am Samstag, 12.06.2021 von 9:00 - 13:00 Uhr und am Sonntag, 13.06.2021 von 9:00 - 13:00 Uhr. Die Ausgabe findet auf dem Parkplatz vor dem Rathaus in Wadersloh statt. Es bedarf hierfür keiner Vorbestellung oder ähnlichem.

 

Die Gelegenheit möchte der Vorstand des Vereins - vorbehaltlich eines Ansteigens der Inzidenzwerte im Ort - einem jeden interessierten Mitglied zum diesjährigen eigentlichen Termin des Schützenfestes 2021 schon jetzt in Aussucht stellen.

 

Außerdem ist der Verein gut für 3 Bier der Größe 0,3 (Gutschein bekommt jeder Schützenbruder zugesandt), die man in den Wadersloher Gastronomiebetrieben vom 12.06. bis zum 30.09.2021 einlösen kann:

  • Gaststätte Berlinghoff
  • Restaurant Fuchshöhle
  • Hotel Ellisa
  • Hotel Eusterschulte
  • Miss Elly
  • Pizzeria Da Giovanni
  • Stellwerk

Ebenfalls bemüht ist man auch in diesem Jahr darum bestimmte Elemente des traditionellen Schützenfestes im Rahmen der momentanen Möglichkeiten aufrechtzuerhalten. Dazu zählt unter anderem der Besuch des Gottesdienstes in diesen Tagen, um unter anderem der verstorbenen Schützenbrüder des vergangenen Jahres zu gedenken. Hier ist mit Rücksicht auf die Situation nur die Teilnahme einer minimierten Abordnung des Vereins vorgesehen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit den Gottesdienst auch online zu verfolgen.

 

Zum Schluss noch ein Hinweise zu den Beiträgen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Kassierer des Vereins auf Grund der Corona-Pandemie erst ab August unterwegs sind, um bei den Mitgliedern, die Barzahlung wünschen, den Mitgliedbeitrag für 2021 in Höhne von 20,- € zu erheben.

Der Einzug per Lastschrift erfolgt bei den übrigen Mitgliedern dann anschließend.


Oberst Rudi Vienenkötter informiert persönlich das Wadersloher Königspaar

Die gemeinsame Absage des Schützenfestes 2021 durch die in der Großgemeinde ansässigen Schützenvereine hatte bereits ihre Runde gemacht. Dennoch wollte der Oberst und 1. Vorsitzende des Schützenvereins St. Margarethen Wadersloh e.V. es sich nicht nehmen lassen, das Königspaar Ingrid und Reinhard Ottensmann persönlich über die momentane Situation in Kenntnis zu setzen.

Es ist momentan davon auszugehen, dass auch 2021 kein "normales" Schützenjahr - wie wir es kennen - werden wird.

Rudi Vienenkötter bedankte sich bei den beiden Repräsentanten des Vereins für deren großes Verständnis und überreichte eine kleine Osterüberraschung, verbunden mit den Wunsch "Haltet durch" und "Bleibt bitte gesund".

"Sobald es die Umstände zulassen, werden wir uns in geeigneter Form wieder persönlich treffen" sicherte der 1. Vorsitzende gegenüber dem Königspaar zu. 

von links: König Reinhard Ottensmann, Rudi Vienenkötter (Oberst), Königin Ingrid Ottensmann


Schützenfest 2021


Ein kleines Dankeschön an Alle, die die Stellung halten

Ein Besuch im Seniorenheim  St. Josef an der Diestedder Straße hatte im vergangenen Jahr zum ausgefallenen Schützenfest 2020 aus gegebenen Anlass ausschließlich durch den Vorstand stattgefunden.

Angekündigt hatte sich nun eine kleine Abordnung des Vorstandes des Schützenverein St. Margrethen Wadersloh e.V. Hier war man sich bewusst, dass die Einrichtung in den vergangenen Wochen und Monaten eine mehr als schwierige Phase durchlebt hat aufgrund der vorherrschenden Pandemie.

In diesen schwierigen Zeiten hatte sich Rudi Vienenkötter als 1. Vorsitzender des Schützenvereins auf die Fahne geschrieben ein kleines Zeichen zu setzen, um zu zeigen, dass man die Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung nicht vergessen habe.

Als Vorfreude auf ein kommendes Schützenfest und als Erinnerung an die vergangenen Feste überreichte er im Beisein seiner Kollegen für jeden Wohnbereich eine kleine Collage mit Impressionen vergangener Schützenfeste.

Die beiden Vertreter der Jungschützenkompanie Tobias Niehüser und Johannes Henkelmann hatten darüber hinaus für jeden Bewohner im Hause eine Süßigkeit mitgebracht, die ihnen in schwierigen Tagen, die sicherlich noch vor uns allen liegen, ein wenig versüßen soll.

Der Oberst betonte in einer kurzen Ansprache, dass durch die Medien niemandem im Schützenverein verborgen geblieben sei, dass zahlreiche Mitbewohner des Hauses nach einer Erkrankung im Kontext der Pandemie ihr Leben verloren haben. Speziell für diese Menschen hatte die Abordnung eine Kerze mitgebracht. Diese soll entzündet werden um auch an die Menschen aus dem Senorenheim zu denken, die diese Pandemie nicht überlebt haben.

Die Einrichtungsleiterin Astrid Thiele-Jerome dankte den Anwesenden für die Anerkennung für die Bewohner und Mitarbeiter und berichtete im gleichen Zuge von dem momentanen Arbeitsaufkommen und der Situtation im Hause. Der stellvertretende Pflegedienstleiter Alexander Hauffen versorgte die Gäste mit einigen Informationen zur aktuellen Situation aus dem Hause.

Im Wissen um eine momentan noch nicht absehbare Planung eines kommenden Schützenfestes versicherten die Schützenbrüder der Leitung der Einrichtung jedoch wiederum eine geeignete Möglichkeit zu finden, um im Sommer wieder als Schützenverein in einem angemessenen Rahmen an der Diestedder Straße 4 einen Besuch abzustatten.

Abschließend wünschte Oberst Vienenkötter den Bewohnern und Mitarbeitern für diese Zeit alles Gute, ganz viel Kraft und Gottvertrauen mit den Worten "Bleiben Sie gesund und besonnen!".

von links: Johannes Henkelmann (Vorstand Jungschützen), Ulli Fleiter (Geschäftsführer), Michael Bernzen (Major), Astrid Thiele-Jerome (Einrichtungsleiterin), Rudi Vienenkötter (Oberst), Tobias Niehüser (Kompanieführer Jungschützen)

von links: Johannes Henkelmann (Vorstand Jungschützen), Michael Bernzen (Major), Alexander Hauffen (Stv. Pflegedienstleiter), Rudi Vienenkötter (Oberst), Tobias Niehüser (Kompanieführer Jungschützen)


Corona organisiert das Gedenken am Ehrenmal neu

Die Pandemie zwingt zu einem Gedenktag ohne die gewohnte musikalische Begleitung und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Schützenverein St. Maragerethen e.V. Wadersloh war von der Gemeinde Wadersloh gebeten worden das Gedenken am Volkstrauertag unter diesen besonderen Umständen im Rahmen einer bewusst klein gehaltenen Gedenkveranstaltung wahrzunehmen. Allerdings stand jedem Teilnehmenden die Hoffnung auf das nächste Jahr und einer Rückkehr zur gewohnten Tradition ins Gesicht geschrieben.

Die kleine Abordnung des Vereins gedachte den Verstorbenen der beiden Weltkriege und denen, die ihr Leben in aktuellen Konflikten auf dem Erdkreis verloren haben. 

Der 1. Vorsitzende und Oberst der Wadersloher Schützen Rudi Vienenkötter erinnerte mit den folgenden Worten:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wadersloh,

 

nur in "gewisser Weise" gemeinsam können wir hier in Wadersloh den Volkstrauertag 2020 begehen, den ich persönlich als sehr problematisch empfinde.

Problematisch, weil über 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und mehr als 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die Zeitzeugen sich reduzieren, beziehungsweise aus dem Alltag verschwinden.

 

Das hat sicherlich im Jahr 1920 bei der Einführung des Volkstrauertags im Kontext des Gedenkens an die Kriegstoten des Ersten Weltkriegs gänzlich anders ausgesehen.

 

Es ist heute unsere Aufgabe als Schützenverein, auf Bitte der politischen Gemeinde, stellvertretend für alle Wadersloher, ein Zeichen zu setzen.

 

Heute - im Jahr 2020 - führen wir so etwas wie einen "Krieg" gegen das Corona-Virus, stehen hier in ungewöhnlicher Runde am Ehrenmal mit einem Kranz in den Händen und hören eine Ansprache zum Volkstrauertag ...

 

Unsere Gedanken sind auch heute bei den unzähligen Toten der Kriege, von Gewalt und Terror sowie den Opfern von Vertreibungen.

Das ist das GEDENKEN!

 

Was können wir nun davon in das HEUTE herüber retten?

 

Es gilt auch junge Menschen in Wadersloh zu berühren, zu zeigen, dass eine Frustration kein Motiv für Fremdenhass oder Rassismus ist.

 

Der kürzlich verübte Terroranschlag von Wien geschah zu einer Zeit und an einem Ort, wo ganz normale Menschen Lebensfreude suchten.

 

Wir kennen heute das Milieu und den Nährboden, welche die beiden Weltkriege haben werden lassen.

 

Heute genügen drei Flugzeuge um einen Krieg zu entfesseln. Wären die Flugzeuge seinerzeit nicht ins World Trage Center geflogen, sondern in den Frankfurter Messeturn - hätten wir Deutschen dann zum Frieden gemahnt ..

 

Mehrere Jahrzehnte liegen zwischen den geschilderten Begebenheiten, doch die Prinzipien ähneln sich:

 

Jemand setzt seinen Willen mit Gewalt durch. Es wird die Verbreitung von Angst genutzt, statt zu argumentieren. Die Ehrfurcht vor dem Leben des Gegenüber wird ausgesetzt. Vertrauen wird zerstört und bleibt aus.

 

Mahatma Gandhi hat uns folgendes hinterlassen: "Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

 

Danke für Ihre/Eure Aufmerksamkeit.

Die Abordnung bestehend aus 2. Vorsitzender und Major Michael Bernzen, 1. Vorsitzender und Oberst Rudi Vienenkötter, der amtierenden Majestät Reinhard Ottensmann und dem Kassierer Albert Scherf hielten im Anschluss an die Ansprache sowie der Kranzniederlegung eine Schweigeminute.